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FRIEDRICH WILHELM III. von PREUSSEN (1770-1840)

FRIEDRICH WILHELM III. von PREUSSEN (1770-1840)

FRIEDRICH WILHELM III. (1770-1840). König von Preußen ab 1797. – D. m. U., gegengezeichnet durch von HARDENBERG und Altenstein. BERLIN, 6. Januar 1820. 1 p. Groß.-Fol. Großes Papiergedecktes Siegel, darum gestempeltes Papier (Fiskalstempel). – Bestallung des Lehrers SCHMIDT als Professor ...in Rücksicht seiner als Lehrer und als Schriftsteller sich erworbenen Verdienste... – Es handelt sich hierbei um: SCHMIDT, Johann Marius Friedrich (Dessau 1776 – Berlin 1849). Königlicher Professor zu Berlin. 1791 Lehrer der Handlungsschule des J.MF. Schulze zu Berlin, wo er Johann Ernst Plamann (1771-1834) kennenlernte, mit dem er 1805 die Pestalozzi-Knabenanstalt in Berlin gründete. Da er bereits in vielen der angesehensten Familien Berlins Geographie, Geschichte, Statistik etc. unterrichtete, wurde er 1810 auch zum Lehrer der königlichen Prinzessinnen bestimmt. Er leitete deren Unterricht in besagten Fächern bis zu deren Vermählung. Die Zuneigung, die diese ihm entgegenbrachten, äußerte sich in einem langjährigen Briefwechsel. Aus Schmidts geographischen Studien gingen mehrere Kartenwerke hervor, die z.T. große Auflagen erfuhren. 1833 wurde er Inspektor des Landkarten-Kabinetts und Kustos für Geographie und Statistik an der königlichen Bibliothek. Als Anerkennung seiner Dienste verlieht ihm König Friedrich Wilhelm III. den Professorentitel und später den Roten-Adler-Orden dritter Klasse. 1806 in Dessau verheiratet mit Henriette Baumann (1781-1860), Tochter eines Schuhmachermeisters. Das Paar hatte zehn Kinder, von denen allerdings nicht alle das Erwachsenenalter erreichten.

 

Artikel-Nr.: 4762

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SCHLEGEL, Friedrich von (1772-1829) - Autograph - Pillnitz 1796

SCHLEGEL, Friedrich von (1772-1829) - Autograph - Pillnitz 1796

SCHLEGEL, Friedrich (von) (Hannover 1772 – Dresden 1829). Deutscher Kulturphilosoph, Schriftsteller, Literatur- und Kunstkritiker, Historiker und Altphilologe. Neben seinem Bruder August Wilhelm Schlegel einer der wichtigsten Vertreter der „Jenaer Frühromantik“, Pionier der Sprachtypologie und bahnbrechender Indologe, Aphoristiker. – Wichtiger e. Brief m. U. im Alter von 24 Jahren (an Johann Friedrich REICHARDT, 1752-1814) in Giebichenstein (bei Halle), den Herausgeber der „Deutschland“. Die Mitarbeit Schlegels an dieser Zeitschrift sicherte ihm zu dieser Zeit seinen Lebensunterhalt. PILLNITZ (bei Dresden, Sachsen), 23. Juni 1796. 7 ¼ SS. 8°. – Bedeutender Brief des jungen Schlegels, der sich daraufhin bald nach Jena begeben wird. Zuvor will er aber noch Reichardt in Giebichenstein einen kurzen Besuch abstatten. Unterdessen dürfte dieser allerdings ein Paket aus Jena erhalten, das einen Lieblingsaufsatz von mir [enthält], der auf eine Sandbank gerathen ist, und den ich herzlich gern wieder flottmachen möchte. Es handelt sich um Schlegels bekannten Essay Ein Versuch über den Begriff des Republikanismus, veranlaßt durch die Kantische Schrift zum ewigen Frieden, den er vorhat, in Reichardts Zeitschrift zu publizieren (wie es auch geschah). Das Resultat meines Versuchs ist der anti-kantische Satz: daß jede Republik nothwendig demokratisch sey… Mehrere meiner Freunde halten ihn [den Aufsatz] für das Beste, was ich noch verfaßt habe. Ich will auch nicht leugnen, daß ich auf einige Gedanken darin, einen gewissen Werth lege… Nur hofft Schlegel, dass die teilweise darin verwendete Kunstsprache der kritischen Philosophie für die Leser der Zeitschrift Deutschland geeignet sei. Der Aufsatz sei ursprünglich für Niethammers Journal gedacht gewesen, und wäre auch als Rezension konzipiert gewesen, nur: Auf dem langen Umwege über Neustrelitz blieb sie so lange, daß mir unterdessen Fichte [Johann Gottlieb Fichte, 1762-1814] mit einer Rec[ension] bey Niethammer, der nichts von der meinigen wußte, zuvorgekommen die nun schon abgedruckt war. Er bat mich nachher, die Rec[ension] in eine Abhandlung umzuschreiben… Schlegel trägt sich mit dem Gedanken, aus dem Essay ein ganzes Buch zu machen, und findet: Vielleicht ist auch die wissenschaftl[iche] Sprache eine Schutzwehr gegen die Censur. Sollte Reichardt den Essay drucken wollen, so solle Schlegels Name darunter erscheinen. – Für seine Rezension von Friedrich Schillers Musenalmanach für das Jahr 1797 bittet er ihm Voraus um ein Honorar. Ferner erwähnt er, dass er Michaelis für dessen Oppositions-Blätter einen Aufsatz mit dem Titel Ein paar Recensenten der Horen geschickt habe, worin er mit jenen hart zu Gericht gehe: Bey solchen Viech kann man ja nichts thun, als mit der Knute darin schlagen. Ein niedriges Geschäft! Weit mehr Spaß würde es ihm machen den Göthen [Johann Wolfgang Goethe] wegen der harmonischen Ausbildung der Adlichen auf eine lustige Art zu Leibe zu gehen. Dazu würde er sich noch mit Reichardt beraten wollen. Letztendlich bedankt er sich noch die Sicherung seines Lebensinhalts Sehr erfreulich ist es mir, daß das Honorar, welches Sie mir gütigst bestimmen, so reichlich ist, daß ich dadurch völlig gesichert bin, nicht in die Versuchung der Nothwendigkeit zu gerathen, um der leidigen Gelder willen, andre Arbeiten der Theilnahme an dem von mir geehrten u. geliebten Deutsch[land] vorzuziehen zu müssen…, und bittet Reichardt am Ende, den Altphilologen und Altertumswissenschaftler Friedrich August Wolf (1759-1824) zu grüßen, von seinem unbekannten Verehrer. - Preis 2250 Euro - Wird nur innerhalt der EU verkauft.

Artikel-Nr.: 7747

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BAYERISCHE ARMEE - Pass - Auxerre 1815

BAYERISCHE ARMEE - Pass - Auxerre 1815

ALLIIERTE ARMEE IN FRANKREICH 1815 – PASS im Namen des Feldmarschalls Fürst Carl Philipp von WREDE, Kommandeur der bayerischen Armee, für den Herrn DESCHAMPS, Commissaire ordonnateur en chef (Oberzahlmeister der Armee), der für Dienstgeschäfte ins Departement Yonne reist. Hauptquartier in AUXERRE, 15. September 1815. Ca. 32 x 21 cm. Deutsch/Französisch. Unterzeichnet vom Chef des bayerischen Generalstabes General Anton Graf von RECHBERG (Donzdorf 1776 – München 1837). Rechberg war 1794 in die pfalz-bayerische Armee eingetreten und, 1808-1813 war er Erzieher des Prinzen Karl von Bayern, 1809 Oberst, 1813 Generalmajor, 1813-1815 in den „Befreiungskriegen“ bayerischer Generalstabschef unter Feldmarschall von Wrede, 1818 Generaladjutant von König Max I. Joseph, 1824 Generalleutnant. 

Artikel-Nr.: 6169

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DALBERG, von - Aschaffenburg 1828

DALBERG, von - Aschaffenburg 1828

 DALBERG, NN. von. Vermutlich Karl Alexander Freiherr von Dalberg (1775-1838), anfangs fürstl. Fuldascher Oberamtmann zu Geiß, dann großherzogl. frankfurtischer und fürstl. primatischer und seit 1814 königlich bayerischer Kammerherr. – Zwei eigenhändige Brief m. U. an den Buchhändler Carl HÜGEL in Frankfurt/Main. ASCHAFFENBURG, 1. (?) u. 17. Juli 1828. 2 pp.

 

Artikel-Nr.: 6511

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HANOW, August v. (1591-1661) - Offizier - Weissandt-Gölzau 1634

HANOW, August v. (1591-1661) - Offizier - Weissandt-Gölzau 1634

30JÄHRIGER KRIEG – HANOW (Hanau), August von (Greifenberg/Pommern 1591 – Gamig 1661). Offizier, der für verschiedene Seiten kämpfte. Er stieg bis zum Oberst (1635) in kursächsischen Diensten auf, bis zum Generalfeldwachtmeister (1641) in kaiserlichen. Zuletzt Oberhauptmann in Thüringen. Wurde in der Schlacht bei Wittstock (1636) als Kommandeur eines Reiterregiments schwer verwundet, 1642-1645 in schwedischer Kriegsgefangenschaft. Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft. – Brief m. E. u. e. U. „E. f. G. gehorsamer Diener Augustus von Hanow“ an einen Fürsten. Hauptquartier zu Weißandt [heute WEISSANDT-GÖLZAU, Ortsteil der Stadt Südliches Anhalt, Sachsen-Anhalt], 2. Februar 1634. 2 pp. in-Folio, gefaltet, kleines rotes Lacksiegel. – Schreiben als Oberstleutnant der kursächsischen Armee bezüglich der Verpflegung seiner Truppen in den Landen des adressierten Fürsten (und dessen Bruders). Er habe sich immer um eine gute Kommunikation mit den schwedischen Truppen bemüht. Gegenwärtig benötigen dringend vier Kompanien neue Dörfer als Quartiere, da die von ihnen besetzten den Truppen nicht mehr zum Unterhalt dienen können. Wenn dieser Zustand anhalte, könne er nicht für das Verhalten der Soldaten garantieren.  

Artikel-Nr.: 6500

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HANOW, August v. (1591-1661) - Offizier - Weissandt-Gölzau 1634

30JÄHRIGER KRIEG – HANOW (Hanau), August von (Greifenberg/Pommern 1591 – Gamig 1661). Offizier, der für verschiedene Seiten kämpfte. Er stieg bis zum Oberst (1635) in kursächsischen Diensten auf, bis zum Generalfeldwachtmeister (1641) in kaiserlichen. Zuletzt Oberhauptmann in Thüringen. Wurde in der Schlacht bei Wittstock (1636) als Kommandeur eines Reiterregiments schwer verwundet, 1642-1645 in schwedischer Kriegsgefangenschaft. Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft. – Brief m. E. u. e. U. „E. f. G. gehorsamer Diener Augustus von Hanow“ an einen Fürsten. Hauptquartier zu Weißandt [heute WEISSANDT-GÖLZAU, Ortsteil der Stadt Südliches Anhalt, Sachsen-Anhalt], 2. Februar 1634. 2 pp. in-Folio, gefaltet, kleines rotes Lacksiegel. – Schreiben als Oberstleutnant der kursächsischen Armee bezüglich der Verpflegung seiner Truppen in den Landen des adressierten Fürsten (und dessen Bruders). Er habe sich immer um eine gute Kommunikation mit den schwedischen Truppen bemüht. Gegenwärtig benötigen dringend vier Kompanien neue Dörfer als Quartiere, da die von ihnen besetzten den Truppen nicht mehr zum Unterhalt dienen können. Wenn dieser Zustand anhalte, könne er nicht für das Verhalten der Soldaten garantieren.  

 

… E. fürst. Gnd. seyndt meine unterthenige gehorsame Dienste zuvor, undt habe deroselben abermals ahn mich gnedig gethanes Schreiben mit gebürender Reverence empfangen, undt wünsche ahn meinem Orth nichts liebers, dann daß alberait die enstandenen Differentien wegen der Quartir in E. fürst. Gnd. undt dero Herren Bruders undt Vettern Lande erörtert weren, undt ich uf mein anvor traut Regiement einmahl die richtige Einquartirung undt Verpflegung zu gewarten hette, was ich vor meine Person zu Erhaltung guter vertraulicher Correspondence zwischen uns den Chur-Sachsischen etc. undt der könig. Cron SCHWEDEN etc. Soldatesca habe befördern können, das habe ich niemals unterlaßen, undt versichere E. fürst. Gnd. solches nochmals, soviel ich vermag mit allen Fleiß zu thuen, bevorab wann ich daßelbe deroselben zu gnedigen Gefallen undt ihren Unterthanen besten Zugereichen befinden werde, ich will auch meine Officirer vollendt zur Geduldt ermahnen, bis der vertröstete Vergleich erfolgt, aber ich bitte unterthenig, E. fürst. Gnd. wollen denselben undt die zum Öfftern gebethene Zusammenkunfft undt Beschreibung meiner undt des Herrn Oberst Leutenant SCHWARZENHOLZS so ohne lengern Verzug gnedig befördern, undt immittelst uf die vier Compagnien, als des H. Ritmeister ENDENS, des H. Ritm. QUIZOWS, des H. Ritm. STARSCHEDELS undt des abgedanckten H. Oberst Wachtmeister POSERNS doch andere Dörffer assignirn laßen, weil sie ganz nichts in ihren Quartiren mehr ubrig zu leben haben, undt deswegen bey ihnen die Insolentien [„Unverfrorenheiten“] endtlich nicht werden verhütet bleiben können. Wann E. fürst. Gnd. ahn dieselben Ortt zu schicken gnedig beliebet, werden sie es selbsten annders nicht befinden, dann ich daßelbe sonsten auch noch nicht also instendig suchen wollte. Im Ubrigen aber soll nochmals durch mich gut Regiement gehalten werden, undt E. f. Gnd. in den zu mir tragenden gnedigen Vertrauen nach Vermögen Satisfaction geschehen, wie ich dann bin und verbleibe…

 

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